Gut vorbereitet auf Ihre Fußoperation – Checkliste für Patientinnen und Patienten

DIMITRIOS BALTZIS · Patienteninformation · Fuß- und Sprunggelenkchirurgie

Eine gute Vorbereitung hilft Ihnen, den Operationstag und die ersten Tage danach sicherer und entspannter zu gestalten. Diese Übersicht bietet eine allgemeine Orientierung für geplante Eingriffe am Fuß und Sprunggelenk. Maßgeblich sind immer die individuellen Anweisungen Ihres behandelnden Teams und der Anästhesie.

1. Vor dem Operationstermin: Was sollte geklärt sein?

  • Besprechen Sie den geplanten Eingriff, das Operationsziel, mögliche Alternativen, Risiken und den voraussichtlichen Verlauf mit Ihrem behandelnden Arzt.
  • Informieren Sie das Behandlungsteam über alle Vorerkrankungen, frühere Operationen, Probleme bei Narkosen sowie Allergien oder Unverträglichkeiten (z. B. Medikamente, Pflaster, Latex).
  • Teilen Sie mit, wenn Sie einen Herzschrittmacher, eine Schlafapnoe mit CPAP-Therapie, Diabetes oder relevante Herz- und Lungenerkrankungen haben.
  • Bringen Sie eine aktuelle, vollständige Medikamentenliste mit – einschließlich rezeptfreier Präparate und Nahrungsergänzungsmittel.
  • Fragen Sie frühzeitig, ob vor dem Eingriff noch Untersuchungen, Befunde oder eine Vorstellung in der Anästhesiesprechstunde erforderlich sind.

2. Medikamente: Bitte nichts eigenständig absetzen

Besonders wichtig ist ein individueller Einnahmeplan. Dies gilt unter anderem für Blutverdünner (z. B. ASS, Apixaban, Rivaroxaban, Phenprocoumon), Diabetesmedikamente und Insulin sowie Medikamente zur Gewichtsreduktion bzw. aus der Gruppe der GLP-1-Rezeptoragonisten. Auch andere Dauermedikamente können relevant sein.

Setzen Sie Medikamente nicht selbstständig ab und verändern Sie die Dosierung nicht ohne ärztliche Rücksprache. Die Entscheidung hängt unter anderem vom Eingriff, Begleiterkrankungen und der Art der Anästhesie ab.

3. Nüchtern zur Operation

Für viele Erwachsene ohne besonderes Aspirationsrisiko gilt als allgemeine Orientierung: leichte feste Nahrung bis 6 Stunden vor Beginn der Anästhesie und klare Flüssigkeiten bis 2 Stunden davor. Dazu zählen beispielsweise Wasser oder Tee ohne Milch. Bei bestimmten Erkrankungen oder Eingriffen können abweichende Regeln gelten.

Entscheidend sind ausschließlich die für Sie festgelegten Nüchternheitsanweisungen der Anästhesie bzw. der Klinik. Wenn Sie versehentlich etwas gegessen oder getrunken haben, informieren Sie das Team unbedingt vor dem Eingriff.

4. Speziell bei Fuß- und Sprunggelenkoperationen

  • Klären Sie vorab, wie stark der operierte Fuß belastet werden darf: Vollbelastung, Teilbelastung oder Entlastung sind je nach Operation unterschiedlich.
  • Fragen Sie, ob Sie Unterarmgehstützen, einen speziellen Verbandsschuh, Vorfußentlastungsschuh, Walker oder eine Orthese benötigen – und ob die Versorgung schon vor der Operation organisiert werden soll.
  • Bereiten Sie für die ersten Tage einen möglichst sicheren Weg durch die Wohnung vor. Entfernen Sie Stolperfallen und überlegen Sie, wie Sie Treppen bewältigen.
  • Legen Sie wichtige Dinge in Griffnähe; organisieren Sie bei Bedarf Hilfe beim Einkaufen, Kochen und im Haushalt.
  • Besprechen Sie, ob eine Thromboseprophylaxe vorgesehen ist, wann die Wundkontrollen stattfinden und wie die Rückkehr zu Beruf, Sport und Autofahren individuell geplant werden kann.

5. Was gehört am Operationstag in die Tasche?

  • Versichertenkarte, Ausweisdokument und gegebenenfalls Einweisung bzw. relevante Klinikunterlagen.
  • Aktuelle Medikamentenliste, Allergiepass und wichtige Vorbefunde, soweit angefordert.
  • Bequeme, weite Kleidung, die über einen größeren Verband oder eine Orthese passt.
  • Bereits verordnete Gehstützen, Spezialschuhe, Schienen oder andere Hilfsmittel, falls mit dem Behandlungsteam vereinbart.
  • Bei stationärem Aufenthalt persönliche Dinge und Hilfsmittel, beispielsweise Brille, Hörgerät oder CPAP-Gerät, nach Anweisung der Klinik.

6. Wenn Sie ambulant operiert werden

Organisieren Sie rechtzeitig die Abholung und gegebenenfalls eine Betreuung zu Hause. Nach einer Narkose oder Sedierung dürfen Sie nicht selbst Auto fahren; beachten Sie die konkreten Anweisungen der Anästhesie. Klären Sie, wen Sie bei Problemen nach der Entlassung erreichen können.

7. Wann sollte die Klinik vor der Operation informiert werden?

Bitte melden Sie sich frühzeitig bei Fieber, einem akuten Infekt, neu aufgetretenen Wunden oder Hautentzündungen am Operationsgebiet, einer deutlichen Veränderung Ihres Gesundheitszustands oder bei Unklarheiten zur Medikamenteneinnahme und Nüchternheit. So kann das weitere Vorgehen rechtzeitig abgestimmt werden.

Ihre persönliche Checkliste

  • Ich kenne meinen OP-Termin und die organisatorischen Vorgaben.
  • Ich habe die Aufklärungsgespräche geführt und offene Fragen geklärt.
  • Meine Medikamente und die Nüchternheitsregeln sind mit der Klinik abgestimmt.
  • Ich weiß, welche Hilfsmittel und welche Belastung nach der Operation vorgesehen sind.
  • Meine Heimfahrt und Unterstützung zu Hause sind organisiert.
  • Ich kenne die geplanten Kontrolltermine bzw. weiß, wo ich sie erfahre.

Wichtig: Diese Patienteninformation ersetzt weder das ärztliche Aufklärungsgespräch noch den individuellen Behandlungs- und Nachbehandlungsplan. Vorgehen, Hilfsmittel und Belastung können je nach Operation erheblich variieren.

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